Impuls

Wort zum Freitag, 14.10.2022 Hört doch mal rein

Bild: Sonja Schek, Ausschnitt des Orgelspieltischs der Seifert Orgel in Salvator-Lichtenrade

Der Oktober ist der Rosenkranzmonat. Für den 7.10. entstand 1571 das „Fest der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz“ und seit dem 18. Jahrhundert wurde es in der Kirche verbindlich gefeiert. Die Päpste Pius IX. und Leo XIII. ordneten im 19. Jahrhundert das tägliche Rosenkranzgebet im Oktober an. Wir beten im Rosenkranzgebet heute in den Andachten vielleicht fünf oder 10 „Ave Maria“ hintereinander jeweils mit einem besonderen Gesetz, das uns etwas über Maria und ihre Beziehung zu ihrem Sohn verrät. Das Rosenkranzgebet ist von daher vielfältig und wegen der Fülle und Wiederholungen der Gebete auch sehr meditativ.

Mit dem Ave Maria nehmen wir die Position von Elisabeth ein, die Maria entgegengeht und die sie begrüßt. Maria sucht Rat und Zuspruch bei ihr. Elisabeth gehen in genau diesem Moment die Augen auf und sie erkennt, dass Maria etwas ganz Besonderes ist. Sie wird die Mutter des Messias sein, und ihr eigenes Kind hüpfte in ihrem Bauch.

Der Rosenkranzmonat ist eine Gelegenheit, an Maria, an diese mutige, starke, junge Frau zu denken, die beschwerliche Wege auf sich genommen hat in ihrem Leben. Nicht nur um zu Elisabeth zu gelangen. Mut und Geradlinigkeit und ganz reale Ängste vor dem, was kommt, können wir bei Maria sehen - und tiefes Gottvertrauen. Das kann auch uns Mut machen in Tagen, in denen nicht alles so läuft, wie wir uns das wünschen. Vielleicht kann sie in dieser Hinsicht Vorbild für uns sein?

Ein einziges Musikstück vermag manchmal viele Gebete in sich zu vereinen. Mit dem Ave Maria von Sigvaldi Kaldalons aus Island habe ich eine Komposition herausgesucht, die uns mitnimmt auf eine meditative und doch leidenschaftliche Reise im Hören. Das Island Symphony Orchestra spielt für die Sängerin Hallveig Runnarsdottir. Auch wenn das Vibrato der Sängerin oder die Art zu singen vielleicht polarisiert,  - es lohnt sich dranzubleiben und zuzuhören, denn die Musik ist wundervoll. Wer mag, betet ein Ave Maria dazu, oder vielleicht erst beim zweiten Mal Hören… ich musste es einfach mehrmals hintereinander hören. 

https://www.youtube.com/watch?v=ZzhX2IhQzwQ

Bleibt / bleiben Sie gesund und gebt/geben Sie aufeinander acht!

Eure und Ihre Sonja Schek, Pfarreikirchenmusikerin