Impuls

Tagesimpuls 25.04.2020

Hl. Evangelist Markus

 

Heute feiern wir das Fest des Hl. Evangelisten Markus. Markus war Jude, der sich zum Christentum bekehrte, der Sohn der Maria, in deren Haus sich die junge Christengemeinde von Jerusalem versammelt hat. „Als er sich darüber klar geworden war, ging er zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes, mit dem Beinamen Markus, wo nicht wenige versammelt waren und beteten.“ (Apg 12,12) Er war der Verfasser des ältesten und kürzesten unter den vier Evangelien. Er war selber kein Apostel, stand aber in Verbindung mit Petrus. Als Verwandter des Barnabas begleitete Markus mit diesem den heiligen Paulus auf seiner ersten Missionsreise. Diese ging zunächst nach Antiochien, dann nach Zypern und von da nach Kleinasien. In Perge in Pamphylien trennte sich Markus jedoch von Barnabas und Paulus und kehrte allein nach Jerusalem zurück (Apg 13,13). Es scheint, dass er den Mut verloren hatte. Der Überlieferung nach soll Markus die Kirche von Alexandrien gegründet und geleitet haben und dort als Märtyrer gestorben sein.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

im Evangelium von heutigen Tag sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ Aufgrund unserer Taufe sind wir alle berufen, die frohe Botschaft in die ganze Welt zu tragen. Das Evangelium zu allen Menschen zu bringen, ob in Worten oder Taten, ist die bleibende Aufgabe der Kirche. Deshalb sage ich oft: „No one is a spectator in the Catholic Church, we are all players.” Das heißt: In der katholischen Kirche ist niemand Zuschauer, wir sind alle Spieler. Ehrlich gesagt bin ich sehr froh, in Gemeinden (Salvator und Ghanaische Gemeinde) zu arbeiten, wo die meisten Mitglieder immer bereit sind mitzumachen. „Gemeinde sind wir.“ Ich hoffe, unsere Gemeinden werden mehr und mehr Orte sein, wo das Evangelium gelebt und so das Reich Gottes sichtbar wird.

 

Heutzutage ist es nicht so einfach, die frohe Botschaft zu verkünden, aber wir dürfen vertrauen, dass unser Gott uns beisteht. Auf die Fürsprache des heiligen Markus möge der Herr uns die Kraft geben, damit wir seine frohe Botschaft verkünden können.

 

 

 

Ich lade Sie heute wieder ein, eines meiner Lieblingsgebete aus dem Gotteslob - Nr. 19; 4 - zu beten:

„Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,

dass ich liebe, wo man hasst;

dass ich verzeihe, wo man beleidigt;

dass ich verbinde, wo Streit ist;

dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;

dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel droht;

dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;

dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;

dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

 

Herr, lass mich trachten,

nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;

nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;

nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;

wer sich selbst vergisst, der findet;

wer verzeiht, dem wird verziehen;

und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.“ Amen.

Hl. Franz von Assisi (aus Frankreich 1913)

 

Im Gebet sind wir verbunden und hoffentlich werden wir uns bald sehen.

Stephen Kwasi Duodu
Pfarrvikar