Impuls

Tagesimpuls 04.04.2020

Unser Gebet ist auch sehr wichtig


„und mein Volk, über das mein Name ausgerufen ist, sich demütigt und betet, mich sucht und von seinen schlechten Wegen umkehrt, dann höre ich es im Himmel. Ich verzeihe seine Sünde und bringe seinem Land Heilung.“ 2 Chronik 7,14. Das sagt Gott uns in solch einer schwierigen Zeit mit dem Corona-Virus.

Eigentlich sollten wir heute Abend in der Vorabendmesse die Palmsonntagseucharistie feiern, wo wir „Hosanna in der Höhe! Sei gepriesen, der kommt als Heiland der Welt“ singen oder beten und unsere Palmzweige gesegnet werden. Aufgrund des COVID-19 dürfen wir gemeinsam in unserer Salvator Kirche nicht feiern. Schade! Aber Jesus Christus ist immer, zu jeder Stunde der König unseres Lebens. Er leidet mit uns, nimmt uns mit auf seinen Weg, der von Palmsonntag nur über den Karfreitag nach Ostern führt. Ich ermutige weiterhin jeden einzelnen, schöne Dinge in unseren Herzen zu tragen: Liebe und Glaube an Gott. Und ich glaube wirklich, dass Gott alles in Ordnung bringen wird.


Mit den Worten aus 2 Chronik 7,14 lade ich Sie und Euch ein, dieses Gebet alleine oder mit der Familie zu beten

 

Gebet in der Corona-Krise

„Herr, unser Leben und unsere Zeit stehen in deinen Händen.
Wir vertrauen dir und bekennen, dass wir keinen anderen Helfer haben als dich allein.
Darum rufen wir in diesen schweren Tagen zu dir und bringen Dir alle Erkrankten;
wir bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, und wende dich den Sterbenden zu.
Tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern gib Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und den Mitarbeitern der Gesundheitsämter schenke Besonnenheit und einen langen Atem.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Für alle, die von Angst überwältigt sind.
Gib Frieden inmitten des Sturms und schenke Hoffnung und Vertrauen.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Schenke ihnen Hilfe.
Guter Gott, wir empfehlen dir alle, die in Quarantäne sein müssen,
die sich einsam fühlen und niemanden umarmen können.
Berühre Du ihre Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir bitten auch, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen der Neuinfektionen zurückgehen,
dass bald wieder Normalität einkehren möge.
Uns selbst mache dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Schenke uns in aller Dunkelheit dein Licht,
in aller Kälte rühre unsere Herzen an mit dem warmen Licht deiner Gegenwart.
Denn du bist der Retter der Welt, den der Vater gesandt zu unserem Heil,
der mit dem Vater und dem Heiligen Geist der eine Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen „
(P. Hans-Ulrich Möring OT nach Worten von Johannes Hartl, Augsburg)


Alles Gute und Gottes reichen Segen wünsche ich Ihnen/Euch. Bleibt gesund!
Im Gebet sind wir verbunden.

Stephen Kwasi Duodu
Pfarrvikar