Impuls

Wort zum Freitag 29.01.2021

Image: Martin Manigatterer In: Pfarrbriefservice.de

„Von der Unterscheidung der Geister“ -

Warum Ignatius von Loyola uns auch heute noch was zu sagen hat.Impuls

 

Am vorletzten Wochenende war mal wieder Predigen im Online-Gottesdienst angesagt. Mensch, was ist das schön, wenn dann auch noch eine Geschichte kommt, die mir wirklich gut gefällt. Der junge Samuel lernt bei seinem Lehrer Eli, wie es gelingen kann, clevere und gute Entscheidungen zu treffen. Immer wenn ich diese Geschichte aus dem ersten Buch Samuel lese, fällt mir unweigerlich der Heilige Ignatius von Loyola ein. Ignatius lebte von 1491 bis 1556. Er war der wichtigste Mitbegründer und Gestalter des Jesuitenordens und wurde im Jahr 1622 heiliggesprochen.
Es mag in meiner persönlichen Lebensgeschichte, in meiner familiären Beziehung zum Jesuitenorden, in der Begeisterung des Heiligen Vinzenz Pallotti für Ignatius, in meiner Liebe zur Theologie und der Spiritualität oder sonst irgendwie begründet sein, aber auf jeden Fall ist der Gedanke da!
Und ich glaube ganz fest, dass die Unterscheidung der Geister, die Ignatius gelehrt und propagiert hat, uns heute immer wieder gut zu Gesicht steht. Sich selbst hinterfragen, dem Willen Gottes* folgen und so zu guten und nachhaltigen Entscheidungen gelangen. Das ist es, was für mich ganz wesentlich mit dieser Unterscheidung zu verbinden ist. Aus dem „Wahrnehmen und Erkennen“ zum „Unterscheiden und Entscheiden“ gelangen und somit wirklich „frei werden“ können. Das klingt recht einfach, ist aber ein langer Prozess. Und wenn dann das „frei-Werden“ auch noch in der Liebe Gottes* geschieht, na was kann uns denn Besseres passieren?
Kluge Entscheidungen sind gerade in der jetzigen Zeit ja immer wieder gefragt. Doch sind wir immer aufmerksam für das, was die Entscheidungen wirklich zu klugen Entscheidungen macht? Das Bauchgefühl ist ein richtig guter Ratgeber. Aber hinzuhören auf das, was Gott uns zu sagen hat, tut gut und sorgt für eine gesunde Portion Menschlichkeit und Nächstenliebe.
Genau das hat Samuel bei seinem Lehrer Eli lernen können. Und genau das wünsche ich auch uns allen immer wieder aufs Neue!

Im Vertrauen auf das Wirken der heiligen Geistkraft Gottes*, die uns zur Unterscheidung der Geister befähigt, grüße ich Sie und Euch ganz herzlich und wünsche von Herzen:

Bleiben Sie und bleibt in Gottes Namen gesund!

 

Benedikt Zimmermann, Pastoralreferent