Impuls

Wort zum Freitag 18.12.2020

Voll ganz dem Licht vertrauen

 „Die Finsternis hat es nicht auslöschen können.“ Joh 1:5

Nun ist sie wieder da, die dunkle Zeit und das meine ich in zweierlei Hinsicht. Der Dezember ist nun mal kein Sommermonat, also wird es schnell dunkel und dieser 2020er Dezember macht es noch zusätzlich dunkel. Seit Miitwoch ist Deutschland wieder im Lockdown. Ein Wort, das sich ganz klammheimlich in unseren täglichen Sprachgebrauch geschlichen hat. Vor einem Jahr hätte ich noch gesagt: „Häh, was? Was is’n ein Lockdown?“ Heute weiß sogar meine 4-jährige Nichte, was ein Lockdown ist. Ein Wort, welches bei vielen Menschen eine Dunkelheit im Herzen hinterlässt, weil sie allein sein werden, weil sie ihr bekanntes Leben verlassen müssen, oder aber auch, weil dieses Wort in ihren Familien und Freundeskreisen tatsächlich Menschenleben retten kann. Die Sorge um geliebte Angehörige breitet sich wie ein dunkler Schleier in ihnen aus. Auch da hätte ich vor einem Jahr noch gesagt, es macht mir keine Angst, wenn jemand erkrankt – die Medizin kann helfen. Nun ist es nicht mehr ganz so einfach gesagt. Ich sorge mich um mehrere Freunde und ihre Familien. Die Dunkelheit ist für mich real geworden. Realer ist die Hoffnung in meinem Herzen. Ein kleines Licht, welches die Dunkelheit durchdringt und vertreiben will. Und ich weiß, dass dieses kleine Licht, das schaffen kann. Die Macht des Bösen konnte und kann Gott in seinem Wirken nicht unterdrücken, denn könnte sie es, wäre Jesus, das Licht der Welt, nie zu uns gelangt. Das ist aber das, woran ich in diesen weihnachtlichen Tagen ganz besonders glaube. Schon bevor der Sohn Gottes in dieser Welt war, leuchtete Gottes Licht in den Schöpfungswerken und in den Verheißungen. Mit seiner Geburt im kleinen Stall in Bethlehem, leuchtet das Licht noch heller. Besonders hell leuchtet es durch alle Menschen, die es aufgenommen haben und weitergeben. Meine Hoffnung liegt auf einem Licht, welches unermüdlich leuchtet und doch so oft übersehen wird. Wenn wir in den Zeiten der zweifachen Dunkelheit dem Licht eine Chance geben unser Leben zu erhellen, dann ist es nicht mehr dunkel. Nehmen wir das Licht täglich neu in uns auf. Entfernen wir uns nicht von ihm und lassen es nicht unbeachtet, denn es entfernt sich auch nicht von uns und es verlässt uns auch nicht, sondern es führt uns heim zum Vater durch Jesus Christus, das Licht der Welt. Vertrauen wir ihm, dann finden Weg und Ziel durch das Dunkle hindurch.

Ich habe vor ein paar Tagen dieses wunderschöne Gebet gefunden und möchte es mit Ihnen teilen:

„Es werde Licht“ hast du gesagt, Gott, und die Finsternis vertrieben. „Es werde Licht“ sagst du immer wieder, wenn düstere Wolken über uns stehen und uns die Sicht nehmen. Die Sicht auf den rettenden Weg, der uns aus der Dunkelheit führt, auf die Weite unserer Möglichkeiten, die uns hinter dem Berg unserer Ängste erwartet, auf den Menschen an unserer Seite, der uns an der Hand nimmt und der uns Halt gibt. Wir danken dir, Gott, für das Licht, mit dem du unser Leben hell machst. Immer und immer wieder! Amen. (Quelle: evang. Gemeinde Hirschaid-Buttenheim)

 

So wünsche ich Ihnen allen von Herzen ein Licht, dass Ihnen durch diese Zeit einen Weg weist. Dass ihr Herz erleuchtet und ihre Seele wärmt. Mögen wir alle Lichter für die Menschen um uns herum sein. Lassen Sie uns das heilbringende Licht teilen, in unseren Familien, in unseren Freundeskreisen, in unseren Häusern, in Lichtenrade und über alle Grenzen hinaus!

 

Eine gesegnete Weihnachtszeit wünscht Ihnen Ihre
Anja Schmidt,
Gemeindeassistentin