Chronik

1. Hälfte 14. Jahrhundert

Die Dorfkirche Lichtenrade wird erbaut.

1515

Lichtenrade kommt unter das Patronat des Domes (bis 1928).

1540

Der Geistliche Laurenz Briesing tritt während der Reformation zum evangelischen Glauben über. 

 

1898

In Tempelhof wird die Kirche Herz Jesu gebaut. 1904 wird sie Pfarrkirche der neu errichteten Gemeinde Tempelhof. Die Katholiken in Lichtenrade und Umgebung gehören zu dieser Gemeinde.

1908 ff.

Zusammen mit dem zuständigen Tempelhofer Pfarrer Innozenz von Strombeck (von 1904 - 1915) drängen die Lichtenrader Katholiken auf einen Kirchbau. 

1910

In Lichtenrade wird ein "Katholischer Verein von Lichtenrade und Umgegend" gegründet, der Gelder für gottesdienstliche Zwecke sammeln will. 

1912

Erwerb zweier Grundstücke Bahnhofstraße/Roonstraße (heute: Mellener Str.) mit Unterstützung des Bonifatius-Vereins, des Gesamtverbandes der katholischen Kirchen Berlins und des Breslauer Fürstbischofs Georg Kardinal Kopp (1837-1914). Umbau des darauf stehenden Hauses zu einer Kapelle.

1912, 26. Dezember

Weihe des Hauses Bahnhofstraße 8 als St. Stephanus-Kapelle. Erster katholischer Gottesdienst in Lichtenrade seit der Reformation.

Entwurf 1913 Carl Kühn, Quelle: Archiv Katholische Kirchengemeinde Salvator Lichtenrade
Entwurf 1913 Carl Kühn, Quelle: Archiv Katholische Kirchengemeinde Salvator Lichtenrade
Entwurf 1913 Carl Kühn, Quelle: Archiv Katholische Kirchengemeinde Salvator Lichtenrade
1913

Der Architekt Carl Kühn (1873-1942) entwirft einen Kirchbau für Lichtenrade. Er soll 525 Plätze, davon 144 Sitzplätze, bieten. Der Entwurf wird mit der Begründung abgelehnt, die Kapelle sei gerade erst geweiht worden und Gelder für einen Kirchbau stünden nicht zur Verfügung. 

1913 - 1929

Die Gottesdienste in der Stephanus-Kapelle und auch später im Nachfolgebau werden am 1. und 3. Sonntag des Monats vom jeweiligen Pfarrer in Herz Jesu und seinen Kaplänen gehalten. Am 2. und 4. Sonntag kommen zunächst Dominikaner aus Moabit, dann Salvatorianer, und schließlich die Patres aus St. Fidelis nach Lichtenrade.

Abschrift S. 1 der Stiftungsurkunde von 1916
1916

Theodor Grabe, Pfarrer in St. Elisabeth, errichtet eine Stiftung, die er "Stiftung St. Elisabeth-Haus" nennt. Ziel ist es, ein großes Waisenhaus und später auch ein Kinderkrankenhaus mit Kapelle am Stadtrand zu erbauen. Als Pfarrer Grabe seinen Wohnsitz im Januar 1933 nach Lichtenrade verlegt, soll auch die Stiftungsurkunde entsprechend geändert werden. Außerdem sind inzwischen Krankenhaus und Kirche gebaut. Der Stiftungszweck ist nun erheblich erweitert und schränkt die Aufnahme der Kinder auch nicht mehr auf Katholiken ein. Überliefert ist eine endgültige Fassung der Urkunde von 1936. 

In Lichtenrade werden ab 1916 Grundstücke erworben. Zunächst an der Bahn, dann, 1923, ein Areal zwischen Zeisspfad und Bernauer Str., Freiertweg (auch einem Teil der Soldiner Str.) und Griembergweg. Auf diesem Gelände sollte ein landwirtschaftlicher Betrieb, von Mönchen geführt, dem Krankenhaus wirtschaftliche Autarkie sichern.

1921 ff.

Baubeginn des Kinderkrankenhauses. Architekt ist der Kölner Dombaumeister Bernhard Hertel (1862-1927). Monsignore Grabe sammelt Gelder, indem er Vorträge über sein Vorhaben hält. Spenden erhält er aus seiner Heimat im Münsterland, aus Frankreich, Holland, Spanien, vom Papst und auf einer vierjährigen Reise durch die Vereinigten Staaten.

Brief Kardinal Bertrams vom 30. 10. 1924 zur Namensgebung
Weihe der Salvator-Kapelle am 21. 12. 1924
Weihe der Salvator-Kapelle am 21. 12. 1924
1924, Anfang Juni

Pfarrer Heinrich Heufers (1880 - 1945), seit 1920 Pfarrer in Herz Jesu, Tempelhof, und damit zuständig für Lichtenrade, bittet den ihm schon aus seiner Kaplanszeit an der St. Matthias-Kirche bekannten Monsignore Grabe, ihm Gelder zu leihen, damit die Stephanus-Kapelle erweitert werden könnte. Grabe lehnt das ab und schlägt stattdessen vor, den ersten Bau des Kinderkrankenhauses, den "Apothekenbau", provisorisch mit einem Gottesdienstraum im Obergeschoss auszubauen und zur Verfügung zu stellen. 

Erste Überlegungen zur Namensgebung für die neue Kapelle gibt es im Herbst des Jahres.

1924, 21. Dezember

Der provisorische Bau für die Notkapelle ist fertig und wird von Weihbischof Josef Deitmer (1865-1929) am 21. Dezember 1924 geweiht. Anwesend sind Delegaturassessor Georg Banasch (1888-1960), Kuratus Franz Hartz (1882-1953) von St. Elisabeth, Konrad Zipper (1890-1971) aus Mariendorf, die Geistlichkeit aus Tempelhof und Pater Heinrich Pesch (1854-1926), Jesuitenpater, seit 1910 wohnhaft im Kloster "Vom Guten Hirten" in Marienfelde. Monsignore Grabe fehlt: Er ist noch in Amerika und sammelt weitere Gelder. Die Kapelle hat Platz für etwa 300 Gläubige. Als Name wird "cor Jesu Salvatoris nostri", also Herz Jesu, gewählt, was auf einen Vorschlag des zuständigen Breslauer Fürstbischofs, Adolf Kardinal Bertram (1859-1945) hin, zu "Salvator" abgekürzt wird.  

1927

Dombaumeister Bernhard Hertel stirbt, nach seinen Plänen übernimmt Josef Bischof den Bau.

1930

Baubeginn der Kirche. Wegen Kreditschwierigkeiten kommt es zu Verzögerungen, so dass erst 1932 der Bau wieder aufgenommen werden kann. 

1930, 1. Dezember

Lichtenrade wird aus Herz Jesu, Tempelhof, ausgepfarrt und nach St. Elisabeth, Schöneberg, umgepfarrt. Zuständig für die Lichtenrader Katholiken wird nun Monsignore Theodor Grabe. Die Neustrukturierung erfolgte auf einen Vorschlag Kardinal Bertrams hin nach Rücksprache und Beratung unter den zuständigen Pfarrern mit deren Einverständnis. 

1932 ff.

Die Grundstücke in Lichtenrade Nord werden parzelliert und verkauft, um den Bau weiter finanzieren zu können.

Kirche im Bau ca. 1932, Pfarrhaus im Hintergrund
Ausbau des Altarraumes
1932

Am 1. August 1932 wird der Grundstein für die Salvator-Kirche gelegt.

Am 5. Oktober 1932 treffen die ersten Schwestern aus Heiligenstadt (Heiligenstädter Schulschwestern, SMMP, Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel), die Verwaltung und Betrieb des Krankenhauses übernehmen werden, ein und ziehen genauso wie der neue Kaplan, Wilhelm Lütkehaus, ins Pfarrhaus, da das Krankenhaus noch nicht bezugsfertig ist. 

Der Kaplan soll Prälat Grabe in Lichtenrade bei Seelsorge und Verwaltung unterstützen. Er erhält u.a. eine Vollmacht, dass er den Prälaten in allen Geschäften, die mit den Grundstücksverkäufen zu tun haben, vertreten kann. Im Pfarrhaus bezieht er eine Wohnung neben der Bücherei, für die bereits ein Raum vorgesehen ist. Der Borromäusverein ist in Lichtenrade schon seit 1922 nachweisbar. 

Die Zahl der Katholiken beträgt zu dieser Zeit ungefähr 1500. 

Die Gottesdienste finden ab 8. Oktober 1932 im Pfarrsaal statt. Auch der Bau der Kirche ist noch nicht fertiggestellt.

Jetzt erst erfolgt der Verkauf des Grundstücks Bahnhofstr. 8, auf dem die Stephanus-Kapelle gestanden hatte, durch den weiterhin dafür zuständigen Pfarrer von Herz Jesu, Pfarrer Paul Lausch.

1933, Januar

Monsignore Grabe verlegt seinen Wohnsitz, wie beabsichtigt, nach Lichtenrade. Er verbleibt Pfarrer in St. Elisabeth, das zu seiner Entlastung einen Kuratus erhält.

Der Ausbau von Kirche und Krankenhaus geht seinem Ende entgegen.

Berlin-Lichtenrader Zeitung und Anzeiger 25. Jg. Nr. 10, 4.2.1933
1933, 5. Februar

Am 5. Februar 1933 wird die Salvatorkirche von Dompropst Dr. Paul Steinmann (1871-1937), dem Generalvikar, benediziert. Die Kirche konnte aus finanziellen Gründen nur mit zwei Jochen, nicht wie im Bauplan vorgesehen vier, gebaut werden. Die endgültige Weihe soll daher erst nach der Fertigstellung erfolgen. In der Kirchenzeitung, in der Vossischen Zeitung und in der Berlin-Lichtenrader Zeitung wird ausführlich darüber berichtet. 

Um 9:00 Uhr werden Kirche und Krankenhaus benediziert, um 10:00 Uhr wird das feierliche Levitenamt gehalten, in dem Monsignore Grabe nach der Predigt des Generalvikars Erläuterungen zum Bau gibt. Außerdem finden noch zwei Führungen durch das Krankenhaus und um 18:00 Uhr eine Andacht statt. Der Tag endet mit einer Festversammlung im Gasthaus Rohrmann. 

1933

Die Innenausstattung umfasst zu dieser Zeit den Altar mit den Bildhauerarbeiten von Thomas Buscher, dem Altarbild von Gebhard Fugel, den Holzengeln und dem Taufbecken. Bänke und Beichtstühle sind noch provisorisch. Für die Kirchenmusik zieht das 1924 für die Kapelle im Apothekenhaus gekaufte Harmonium mit in die Kirche um. Das Kommuniongitter ist noch aus Holz. 


Am 18. Juni findet gemeinsam mit der St. Elisabeth-Gemeinde die erste Fronleichnamsprozession in Lichtenrade statt. 

Fotos vom Erntedankfest des Jahres vermitteln ein Bild vom Altarraum der neuen Kirche.

Schon 1933 kann die Einrichtung der Säuglings-Pflegeschule am Kinderkrankenhaus beginnen.

Am 12. November 1933 wird im Pfarrhaus der Raum der Borromäusvereins-Bücherei eröffnet.

Vermeldungsbuch, Fronleichnam 1934
1934

Spätestens 1934 wird der Kirchenchor gegründet. Er hat anfangs 10 Mitglieder. Die Leitung übernimmt bis 1937 Gertrud Gast (1898-1987). 

1935

Während seines Urlaubs in Bad Tölz verstirbt Pfarrer Monsignore Theodor Grabe am 27. September des Jahres an den Folgen einer Blinddarmentzündung. Kaplan Lütkehaus wird umgehend (30. September) vom Erzbischöflichen Ordinariat zum Vorsitzenden der Stiftung St. Elisabeth-Haus ernannt. Das Requiem für Monsignore Grabe wird in St. Elisabeth gehalten, die Beerdigung findet auf dem St. Matthias-Friedhof in der Röblingstraße statt.

Urkunde Kuratie 1936
Urkunde Kuratie 1936
1936, Januar

Aus Jützenbach im Eichsfeld, wo ihn die Nationalsozialisten ausgewiesen hatten, kommt Pfarrer Johannes Dröder (1874-1956) nach Lichtenrade. Er hilft in der Seelsorge mit aus und verfasst 1948 rückwirkend die erste Chronik von Kinderkrankenhaus und Gemeinde. Sie wird bis 1974 als Chronik der Heiligenstädter Schulschwestern fortgeführt.

1936, Mai

Mit Wirkung vom 1. Mai 1936 wird Salvator zur Kuratie erhoben. Kaplan Lütkehaus wird Kuratus. Salvator verbleibt zunächst noch im Verbund mit St. Elisabeth. Schon von Monsignore Grabe geplante Änderungen an der Stiftungsurkunde werden jetzt festgeschrieben: Der Sitz der St. Elisabeth-Haus-Stiftung wird endgültig nach Lichtenrade verlegt.  

Kanzel und Kommuniongitter, Foto später als 1936
Kommuniongitter, Detail, Foto Sixtus Schmid 1936
1936, Mitte des Jahres

Im Altarraum wird eine hölzerne Kanzel mit Schalldeckel aufgestellt. Sie ist eine provisorische Lösung, da der Prediger im Kirchenraum sonst kaum zu verstehen ist. Das hölzerne Kommuniongitter war schon Anfang 1936 durch ein von Sixtus Schmid aus Schmiedeeisen gefertigtes ersetzt worden. 

1937

1937 übernimmt Dr. Anton Goehr die Stelle des Kirchenmusikers. Die bisherige Leiterin des Chores, Gertrud Gast, wird zum 1. Januar 1938 Gemeindehelferin und Organistin in St. Nikolaus, Blankenfelde. Bei Abwesenheit wird Dr. Goehr an der Orgel von Ordensschwestern aus dem Kinderkrankenhaus vertreten.

Vermeldungsbuch, Archiv Salvator
1937, März

Der Kirchturm erhält die erste Glocke. Da er nur bis zur Dachhöhe gebaut ist, wird ein eiserner Glockenstuhl auf den Turm gestellt, in dem die Glocke frei hängt. Gegossen bei der Firma Petit & Gebr. Edelbrock wird die auf Fis gestimmte Glocke, die den Namen Maria erhält, so in Lichtenrade angeliefert, dass sie am Ostersonntag, 28. März 1937, die Gemeindemitglieder zum ersten Mal zum Gottesdienst rufen kann. 

Am 23. März scheidet Salvator aus der Pfarrei St. Elisabeth aus und wird selbständige Kuratie.


1937, Mai

Am Sonntag, 2. Mai 1937, wird um 17:00 Uhr in einer Andacht der neue Marienaltar festlich eingeweiht. Die Festpredigt hielt Pater Superior Franz Zimmermann (1890-1966) vom Kloster der Redemptoristen St. Alfons in Marienfelde. 

1937 - 1939

Der von Kuratus Lütkehaus veranlasste Bau von St. Nikolaus in Blankenfelde wird am 25. April 1937 durch Dompropst Bernhard Lichtenberg (1875-1943) geweiht. Architekt der Kirche ist Carl Kühn. Die Gemeinde bleibt zunächst Lokalie von Salvator. Am 1. April 1939 wird sie als selbständige Kuratie ausgepfarrt.

1938

Die Sakristei wird durch den Architekten Heinrich Kosina (1899-1977) umgebaut. Ursprünglich führte außer der Tür in den Chor eine zweite direkt in den Kirchenraum. Sie wird nun aufgegeben und eine neue Tür angelegt, durch die man vom Garten aus in die Sakristei gelangen kann. Außerdem erhält der Künstler Egbert Lammers (1908-1996) den Auftrag, zwei Fenster zu gestalten: das ovale neben der Tür und ein weiteres vom Turm in den Chorraum. Es ist dem Gedenken an Monsignore Grabe gewidmet. Bei Umbauarbeiten 1966 wird es zugemauert. 

1940, Juni

Am 16. Juni 1940 gestalten die Kirchenchöre von Salvator und von St. Alfons eine gemeinsame Kirchenmusikalische Andacht unter dem Motto Heiliges Singen im Patronatsmonat. Gesungen werden u.a. das "Jubilate Deo" von Orlando di Lasso, "Dir Jehova will ich singen"  von Johann Sebastian Bach und das "Locus iste"  von Anton Bruckner. Auch Orgelstücke von Froberger, Bach, Rheinberger und anderen werden gespielt.  

1940, Oktober

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1940 wird Salvator zur Pfarrei erhoben. Kuratus Lütkehaus wird der erste katholische Pfarrer in Lichtenrade seit der Reformation.

Errichtungsurkunde Kreuzweg 1943
1943

Am 7. März 1943 wird der von Otto Grassl geschaffene Kreuzweg durch Pater Constantin Neumann (1893-1982) aus dem Franziskanerkloster in Berlin-Pankow errichtet.


1945

Im April des Jahres werden im Pfarrsaal vorübergehend Schüler des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums durch den von den Nationalsozialisten seines Amtes enthobenen Direktor der Schule, Dr. Theodor Feigel (1884-1952), unterrichtet.

Pater Friedrich Simon, M.S.C. (1888-1976), kommt nach Lichtenrade und hilft hier bis 1956 in der Seelsorge aus. 

Eingang Seitenschiff 1935
Eingang Seitenschiff neben dem Krankenhaus 1934
Eingang Seitenschiff 1937
Neuer Eingang Rückseite der Kirche seit 1946
Eingang 1955
1946

Der Eingang der Kirche wird von der Süd-Seite (Hof zum Kinderkrankenhaus) an die West-Seite verlegt. Der Zugang erfolgt danach nicht mehr durch das Hoftor in der Briesingstraße hinter der Kirche, sondern über einen Weg, der von der Briesingstraße an der Nordseite, also vor der Kirche, entlangführt. Der ursprüngliche Eingang wird zugemauert.   

1946, Oktober

Im Herbst des Jahres 1946 wird der Kirchturm zu Ende gebaut und erhält seine Kuppel. Später - 1951 - wird man für den neuen Glockenstuhl eine Massivdecke einziehen.

1948

Im Hauptschiff und Chor werden Kirchenfenster eingesetzt, die von Charles Crodel (1894-1973) gestaltet wurden. Im Juli des Jahres werden die Fenster im oberen Schwesternchor eingesetzt. Die Glasarbeiten wurden von Puhl & Wagner ausgeführt. 

1948, 24. Dezember

Das alte Harmonium wird durch eine Multiplex-Orgel ersetzt, die in der Christmette 1948 zum ersten Mal erklingt.

1949

Weihnachten 1949 werden auch im unteren Schwesternchor neue, von Ludwig Gies (1887-1966) gestaltete, Fenster eingesetzt.

1950, Oktober

An allen Sonntagen im Oktober werden anlässlich des Heiligen Jahres die Gottesdienste musikalisch besonders gestaltet. Es singt der Kirchenchor. Hinzu kommen Solisten, die Orgel , teilweise auch Orchester. Unter der Leitung von Dr. Anton Goehr werden Messen von Hermann Schröder, Max Filke, Anton Goehr, Anton Bruckner und Wolfgang Amadeus Mozart gesungen. Hinzu kommen Motetten und Orgelstücke u. a. von Johann Sebastian Bach, César Frank und Max Reger.

1950, Dezember

Am 4. Dezember 1950 wird die von Paul Dierkes gestiftete Holzfigur der Heiligen Barbara eingeweiht.

1952

Salvator erhält zwei neue Glocken. Sie bekamen die Namen Hedwig und Wilhelm. Auf H und A gestimmt erweitern sie das bisherige Geläute. In den Kirchturm hatte man wegen des nun größeren Gewichtes des neuen Glockenstuhls eine Massivdecke eingezogen. Bischof Wilhelm Weskamp (1891-1956) weihte die Glocken am 6. April 1952, dem Palmsonntag des Jahres, nachmittags um 17:00 Uhr. 

Kinderkrankenhaus bis 1955
Neubau des Eingangsbereichs des Kinderkrankenhauses 1955
Hauptportal des St. Christophorus-Kinderkrankenhauses
1955

Der neu gebaute Eingangsbereich des Kinderkrankenhauses wird am 5. April 1955, dem Tag des silbernen Priesterjubiläums von Pfarrer Lütkehaus, geweiht. Nach 22 Jahren erhält das Krankenhaus einen Namen: den des Heiligen Christophorus. Ein Mosaikbild von Götz Löpelmann (1930-2017), Ausführung: Puhl & Wagner, in der neuen Eingangshalle zeigt den Heiligen. Der Name ist in blauer Leuchtschrift über dem neuen Hauptportal unter dem segnenden Christuskind, das bis 1955 über dem ehemaligen Portal seinen Platz hatte, angebracht worden. 

1955 - 1956

Die Kirche wird auf die ursprünglich vorgesehene Form mit 4 Jochen erweitert, der Bau dadurch vollendet. Architekt ist Heinrich Kosina (1899-1977). 

Der Westeingang musste dafür abgerissen werden, das Fundament entsprechend ausgehoben. 

Foto: Archiv SMMP
1956, März

Am 19. März wird die nun fertiggestellte Salvatorkirche durch Weihbischof Paul Tkotsch (1895 - 1963) geweiht. Am 15. August 1955 war der Bau begonnen worden, am 9. November 1955 hatte man das Richtfest gefeiert. Bei der Weihe werden Reliquien der heiligen Martyrer Gaudentius von Gnesen und Prospera in den Altar eingelassen.


1956, April

Am Ostermontag des Jahres, 2. April, feiert die Salvatorgemeinde ein Dankamt. Diese Osterfestmesse wird vom Sender Freies Berlin um 10:00 Uhr übertragen. Rundfunkübertragungen, bei denen in der Regel der Kirchenchor die musikalische Gestaltung übernimmt, gibt es von nun an zunächst jährlich, später etwa alle zwei Jahre aus der Kirche.


1956, Juni

Im Juni kommt Pater Elpidius Pax, OFM (1912 - 1993) nach Lichtenrade. Er löst Pater Simon ab und bleibt bis zum August 1958 in Salvator.

1957, Mai

Am Abend des 1. Mai des Jahres wird die von der Dresdner Bildhauerin Hildegard Jahn-Wiegel geschaffene Schutzmantel-Madonna geweiht. Sie findet ihren Platz in der Taufkapelle. Hierhin war beim Erweiterungsbau der Taufbrunnen von seinem ursprünglichen Platz im Hauptschiff unter dem Gemälde mit der Darstellung des Heiligen Antonius umgesetzt worden.


1957, Juni

Seit Pfingstsonntag, dem 9. Juni, werden die Glocken der Kirche elektrisch geläutet.

Am 28. Juni, dem Herz-Jesu-Fest, damals noch Patronatsfest der Kirche, ist die neue Kanzel mit dem Mosaik von Hedja Luckhardt-Freese fertiggestellt. 

1958

Das Kinderkrankenhaus erhält eine neue Frühgeburten-Abteilung, die modernste und größte Berlins.

Die beiden neuen Fenster des erweiterten Kirchenschiffes, die nach dem Muster der schon vorhandenen gefertigt wurden, werden eingesetzt.

Pater Elpidius Pax verlässt Salvator. Sein Nachfolger wird Kaplan Johannes Rubbel (1907 - 1980). Er wird bis 1961 in Lichtenrade bleiben.

1959

Anfang des Jahres gibt Dr. Anton Goehr sein Amt als Kirchenmusiker auf. In einer Interimszeit spielt Schwester Rosaria Maria, SMMP (1921-2009), vom Kinderkrankenhaus die Orgel und Maria Habich (1919-1985), Musiklehrerin am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, leitet den Kirchenchor.

1961

Nach einer nur etwa einjährigen Tätigkeit als Organist verlässt Johannes Pranschke (1913-1971) im März 1961 die Gemeinde wieder. Etzel Gundlich (1935-1997) wird neuer Kirchenmusiker. 

Auch Kaplan Johannes Rubbel verlässt Salvator. Sein Nachfolger wird Kaplan Clemens Wurm (1921-2012).

1962

Der erste Laienhelferkreis entsteht.

1963

Salvator erhält eine Orgel. Sie wurde von der Firma Romanus Seifert & Sohn, Kevelaer, gebaut und wird am 6. Oktober 1963, dem Rosenkranzfest, um 18:00 Uhr geweiht. 


1964

Auf der Seitenempore, die zu dieser Zeit vom Kinderkrankenhaus genutzt wird, wird ein Kreuzweg aus farbigen Keramiktafeln angebracht. Er wurde von der Bildhauerin Hildegard Jahn-Wiegel gefertigt und am 15. März 1964 errichtet. 

Richtfest des Schwesternwohnheimes des Christophorus-Kinderkrankenhauses 12.8.1965
1965

Nachdem Ende 1964 der bisherige Kaplan Clemens Wurm Pfarrer in St. Joseph, Berlin-Rudow, wurde, tritt am 1. Februar sein Nachfolger, Georg Walf (1935-2004), seinen Dienst als Kaplan in Salvator an.

Im Juli wird das bislang hektographierte Pfarrblatt durch ein gedrucktes ersetzt.

Im August kann das Richtfest für ein neues Schwesternwohnheim des Kinderkrankenhauses gefeiert werden.

1966

Im Norden Lichtenrades werden Teile der inzwischen sehr groß gewordenen Gemeinde ausgegliedert und die Gemeinde Zu den Heiligen Martyrern von Afrika gegründet. 

1966, 2. April

Nachfolger von Kaplan Georg Walf, der Salvator verlässt, wird Kaplan Peter Tanzmann (1938-1998). 

1966, 5. April

Am Weihetag von Pfarrer Lütkehaus wird zum ersten Mal die Heilige Messe zum Volk hin gefeiert, so wie es das II. Vatikanische Konzil beschlossen hatte. Dazu wird der Sakramentsaltar vom Altartisch weg nach hinten an die beiden Säulen gerückt, damit der Zelebrant den Altar umschreiten kann. 

1968, 22. März

Der Kirchenvorstand hatte beschlossen, den bisherigen Holzunterbau des Sakramentsaltars in Stein ausführen zu lassen. Die Mensa war bereits beim Erweiterungsbau 1956 in Marmor neu erstellt worden. Im März ist nun der Umbau des Altars nach den Vorgaben des Konzils vollendet. 

1968, Oktober

Kaplan Tanzmann hatte im August Salvator verlassen müssen, da er zum Domvikar ernannt worden war. Im Oktober wird Kaplan Bernhard Motter sein Nachfolger.

In der Kirche wird eine Mikrofonanlage eingebaut.

1969

Am 16. März finden zum ersten Mal Wahlen zu einem Pfarrgemeinderat statt. 

Der erste Familienkreis - heute Familienkreis '69 - wird gegründet.

1971

Der bisherige Kirchenmusiker Etzel Gundlich verlässt Salvator. Seine Nachfolgerin wird Elisabeth Prietzel (1924-2015). 

1971, März

Eine Eltern-Kind-Gruppe wird gegründet. Sie startet am 2. März den Miniclub Salvator. Er ist der Vorgänger der heutigen MiniKids. 

1971, 15. Oktober

In der Kirche beginnen Renovierungsarbeiten.

Amtswechsel 1972
1972

Pfarrer Lütkehaus tritt am 1. Juni in den Ruhestand. Er bleibt zunächst Vorsitzender der Stiftung St. Elisabeth-Haus. Sein Nachfolger als Pfarrer wird Domvikar Peter Tanzmann. Die Amtsübergabe findet am 11. Juni statt.

Im Dezember wird ein neuer Wortgottesdienst im Advent eingeführt. Er findet meist am 3. Advents-Sonntag (Gaudete) statt und existiert noch heute als "Wort und Musik im Advent".

1974

Die Heiligenstädter Schulschwestern ziehen sich aus der Leitung des Christophorus Kinderkrankenhauses zurück. Die  Aufgaben werden an Laienschwestern der Caritas übergeben, die diese Arbeit ab 1. Juli des Jahres übernehmen. Erste weltliche Oberin wird Annelies Wipfli (1923-1979). Die Verabschiedung der Ordensschwestern findet mit einem Gottesdienst und einer anschließenden Feier am 20. September statt. Die letzten Schwestern verlassen am 29. September das Kinderkrankenhaus. 

1974, März

Am 25. März wird ein "Wortgottesdienst mit Orgelmusik über die Passion des Herrn" gefeiert. Der Name ändert sich im Laufe der Jahre mehrfach, bis sich schließlich "Wort und Musik zur Fastenzeit" bis heute durchsetzt.

1975

Das Pfarrhaus mit dem Gemeindesaal und der Bücherei hat sich im Laufe der Jahre als zu klein für die vielen Aktivitäten der Gemeinde erwiesen. Man erweitert es daher durch den Anbau eines Gemeindezentrums. Architekt ist Günter Maiwald (1919-1996). Die Bauarbeiten dafür beginnen am 5. April. Der Grundstein kann am Himmelfahrtstag, dem 8. Mai, gelegt werden, das Richtfest ist am Montag, dem 24. Juli. Der Richtschmaus findet anschließend im Haus Buhr statt.

1976, 24. April

Das erweiterte Gemeindezentrum ist fertiggestellt. Seine Einweihung erfolgt durch Generalvikar Dr. Johannes Tobei (1930-1997).

1976, 5. Juni

Der Kirchenchor gestaltet seit diesem Jahr immer die Vorabendmesse zu Pfingsten musikalisch. Zuvor hatte er meist am Pfingstsonntag gesungen. 

1977, Januar

Im Januar verlässt Pfarrer Motter Lichtenrade und Kaplan Klaus Dimter (1941-2019) wird sein Nachfolger.

1977, Februar und März

Der Berliner Gesundheitssenator legt einen neuen Bettenbelegungsplan vor. Die darin vorgesehenen Einsparungen bedeuten für das Christophorus-Kinderkrankenhaus, dass der Betrieb eingestellt werden müsste. Daraufhin bildet sich eine "Bürgerinitiative Kinderkrankenhaus Lichtenrade", der es in kürzester Zeit durch die Unterstützung vieler Gemeindemitglieder gelingt, über 42.000 Unterschriften gegen die Schließung zu sammeln. Eine Informationsveranstaltung mit weit über 500 Teilnehmern aus Lichtenrade, Tempelhof, aber auch anderen Stadtteilen Berlins am 10. März 1977 in der Salvatorkirche, ein Besuch des Berliner Kardinals Alfred Bengsch (1921-1979) und zahlreiche Artikel in Zeitungen tragen schließlich dazu bei, den Druck der Öffentlichkeit so zu erhöhen, dass die Schließung abgewendet werden kann. 

Amtsübergabe 29. Januar 1978
1977, 17. Juni

In einer Messfeier am Patronatsfest Herz Jesu weiht Alfred Kardinal Bengsch (1921-1979) in der Salvatorkirche Stephan Müller und Roland Rother (1943-2017) zu Diakonen. Es ist die erste Weihefeier in Lichtenrade. Diakon Rother bleibt bis zum Jahresende in Salvator, wo er schon zuvor ein Praktikum absolviert hatte. 

1978, 29. Januar

Pfarrer Tanzmann war zum Ordinariatsrat im Erzbischöflichen Ordinariat ernannt worden. Sein Nachfolger wird Pfarrer Peter-Rembert Kloss (1934-1990). Die feierliche Amtsübergabe findet am 29. Januar statt.

Foto: Kolpingsfamilie Salvator
1978

Das Christophorus Kinderkrankenhaus wird modernisiert, nachdem in der Folge der abgewehrten Schließung des Hauses die Bettenzahl auf 180 reduziert worden war.

1979

Die Orgel erfährt eine Generalreinigung und wird erweitert.

1979, 21. April

Am 8. März wird eine Kolpingsfamilie gegründet. Die kirchliche Gründungsfeier findet am Samstag, 21. April in der Salvatorkirche statt.

1980, Februar

Am 14. Februar des Jahres stirbt Pfarrer i. R. Wilhelm Lütkehaus an den Folgen eines vier Tage zuvor erlittenen Schlaganfalls. Das Requiem in der Kirche und die Beerdigung auf dem St. Matthias-Friedhof werden am 21. Februar gehalten.   

1980, Oktober

Kaplan Dimter verlässt Salvator. Sein Nachfolger wird Kaplan Winfried Lux (1943-1992).

1981

Die Kirche wird renoviert. Unter anderem erhält das Hauptschiff eine indirekte Beleuchtung. 

1981

Das Pfarrblatt erhält ein neues Layout und wechselt  in das seitdem gebräuchliche DinA5-Format.

1983

Die Salvatorkirche feiert ihren 50jährigen Weihetag mit einer Jubiläumswoche vom 29. Januar bis 6. Februar. Zahlreiche festliche Gottesdienste, die Feier der Firmung, Vorträge, ein Requiem auf dem Matthias-Friedhof, ein Gesellschaftsabend und ein Festhochamt stehen auf dem Programm. Eine Festschrift wird herausgegeben.

Am Ende des Jahres beschließt das Christophorus-Kinderkrankenhaus die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einer Dankandacht am 1. Dezember.

1983, 20. November

Die Orgel wurde wesentlich erweitert und wird am Christkönigfest geweiht.

1983 wird auch ein Kinderchor gegründet.

1984

Der Bau-Förderverein wird gegründet. 

1985

Kaplan Lux verlässt Lichtenrade. Sein Nachfolger wird Kaplan Thomas Schubert.

1986

Die Glocken werden saniert und Salvator erhält eine neue Krippe.

1986

Das Christophorus-Kinderkrankenhaus geht in die Trägerschaft der Caritas Krankenhilfe e.V. über.

1987

Zum ersten Mal ziehen Sternsinger durch die Gemeinde.

1987, 26. Dezember

Prälat Peter Tanzmann feiert sein Silbernes Weihejubiläum mit Geistlichen, die in Lichtenrade gewirkt haben oder von hier stammen, mit einem festlichen Gottesdienst in seiner ehemaligen Gemeinde.

1988

Pfarrer Kloss wird zum Pfarrer von St. Annen berufen. Sein Nachfolger wird Pfarrer Dr. Klaus Kliesch

1989

Eine große Innensanierung der Kirche wird nach Pfingsten begonnen. Eine Fußbodenheizung wird eingebaut, die Tabernakeltüren werden neu vergoldet, das Kommuniongitter abgebaut und rechts und links vom Marienaltar werden Durchgänge ins untere Chörchen geschaffen. Die Arbeiten dauern bis in den Oktober.

Der Frauengesprächskreis wird 1989 gegründet. 

Der Besuchsdienst ins Kinderkrankenhaus beginnt. Er besteht zunächst bis zur Schließung des Kinderkrankenhauses 1995, nimmt dann seine Tätigkeit 1999 wieder auf und existiert als Besuchsdienst St. Elisabeth-Haus bis heute. 

1990

Am 1. Februar wird Sonja Schek Organistin in Salvator. 

Der Kinderchor trennt sich in einen Kinder- und einen Jugendchor.

1990, Oktober

Als Nachfolger von Kaplan Thomas Schubert kommt am 1. Oktober Kaplan Ulrich Bonin nach Salvator.

1991, März

Als Nachfolgerin übernimmt Sonja Schek zum 1. März auch das Amt der Chorleiterin von Elisabeth Prietzel, die in den Ruhestand geht. 

1991

Die Taufkapelle wird zum Beichtzimmer umgewidmet, der zweite Beichtstuhl entfernt. Salvator erhält einen Ambo, gestaltet von Hans Wachter

1991, September

Kaplan Ulrich Bonin verlässt Salvator. Sein Nachfolger wird Kaplan Markus Brandenburg.

1992

Pfarrer Dr. Klaus Kliesch verlässt die Salvator-Gemeinde im Oktober. Sein Nachfolger, Pfarrer Hans-Jürgen Lischka (1941-2015), wird am 19. November in sein Amt eingeführt. 

1994

Als Pfarrer Klaus Glowienke in der Gemeinde Zu den Heiligen Martyrern von Afrika 1994 in den Ruhestand geht, wird Pfarrer Lischka zum Pfarradministrator der Gemeinde ernannt.

1994, September

Kaplan Markus Brandenburg verlässt Salvator. Sein Nachfolger wird am 1. September Kaplan Bernhard Schlosser.

1994, Oktober und November

Der Kirchenchor gibt anlässlich seines 60jährigen Bestehens am Sonntag, 9. Oktober, um 17:00 Uhr ein Festkonzert mit Werken von Mozart, Bach, Händel, Mendelssohn und anderen. 

Am Christkönigsfest, 20. November, gestaltet er ein Festhochamt.

Der Kinder- und Jugendchor wird neu gegründet. Seine erste Probe findet am 9. November statt. Seit 2004 trägt er den Namen Sternschnuppen Salvator.

Entwurf Restaurierung J. Korpanty 1995 Archiv Katholische Kirchengemeinde Salvator Lichtenrade
1995

Das Christophorus-Kinderkrankenhaus muss geschlossen werden. Es hatte schon seit Anfang der 70er Jahre auch schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche aufgenommen. Es gelingt, diese Aufgabe fortzuführen. Das St. Elisabeth-Haus als Wohnheim für Schwerstmehrfachbehinderte wird gegründet. Es hat seine Räume zunächst im Erdgeschoss des Haupthauses und in einem Pavillon, die behindertengerecht umgebaut werden. Das Hauptgebäude des Krankenhauses wird vermietet. 

1995, Sommer

Eine umfangreiche Renovierung der Kirche wird begonnen. Außer Malerarbeiten werden Halogenlampen eingebaut, das Kommuniongitter umgearbeitet, der Altar und alle Gemälde restauriert und ein Osterkerzenleuchter in Anlehnung an den Taufbrunnen gefertigt. Die Arbeiten sind erst Weihnachten 1995 beendet. 

1997

Kaplan Bernhard Schlosser verlässt Lichtenrade. Sein Nachfolger wird ab 1. September Kaplan Hansjörg Günther

1998

Am Mittwoch, 4. März, wird in Salvator ein Ökumenischer Kreuzweg der Jugend "Gemeinsam gegen die Angst" gebetet. Seit diesem Jahr finden die Jugendkreuzwege jedes Jahr an einem Sonntagnachmittag in der Fastenzeit statt.

1999, Juli

Das Schwesternwohnheim des Kinderkrankenhauses war abgerissen worden und an seiner Stelle ein moderner behindertengerechter Neubau für das St. Elisabeth-Haus entstanden. Am 21. Juli können die Bewohner in das neue Haus umziehen. 

Auch der Besuchsdienst kann nun seine Tätigkeit wieder aufnehmen.

1999, September

Aus gesundheitlichen Gründen muss Pfarrer Lischka die Gemeinde verlassen. Da die Pfarrstelle vakant ist, wird Kaplan Günther vom Oktober 1999 an vicarius substitutus für die Gemeinden Salvator und Zu den Heiligen Martyrern von Afrika.

1999, November

Die beiden Kirchengemeinden Salvator und Zu den Heiligen Martyrern von Afrika werden ein Pfarrverband.

Der erste Adventsbasar findet in Salvator statt. Er wird von nun an in jedem Jahr am Wochenende des Festes Christkönig -  es ist inzwischen Patronatsfest -  stattfinden.

Chronik der Gemeinde Salvator im Internet, erstellt von Ursula Pilar
2000

Am 1. Mai wird Pfarrer Rainer Lau neuer Pfarrer der Gemeinde. 

Die Gemeinde Salvator hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Chronik. Aus einer bis 1974 reichenden Chronik der Ordensschwestern des Kinderkrankenhauses, unvollständigen Archivunterlagen, nachgelassenen unsortierten Papieren von Pfarrer Lütkehaus, Recherchen und privaten Dokumenten erstellte Ursula Pilar (1939-2017), die seit ihrer Taufe Gemeindemitglied war, rückwirkend eine Chronik, die sie 2000 der Gemeinde übergibt. Von nun an setzt sie sie aktuell bis 2016 fort. Außerdem stellt sie Auszüge aus dieser Chronik zusammen und veröffentlicht sie mit ihrem 1996 erstmals erschienenen Kirchenführer auf der gerade neu gestarteten Internetseite der Gemeinde.

2000, September

Lichtenrade feiert im Jahre 2000 sein 625jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass geben die Chöre der Evangelischen und der Katholischen Gemeinde am 17. September ein ökumenisches Konzert in der Salvatorkirche. Es singen die Lichtenrader Kantorei unter Andreas Harmjanz und der Kirchenchor Salvator unter Sonja Schek. An der Orgel Elisabeth Prietzel und Andreas Harmjanz.  

2000, 24. November

Zum ersten Mal wird eine Jahresauferstehungsmesse für alle verstorbenen Gemeindemitglieder gefeiert, für die  keine separate Auferstehungsmesse gefeiert wurde. Seither findet sie in jedem Jahr am letzten Freitag vor dem Beginn des neuen Kirchenjahres statt.

2001

Kaplan Günther verlässt Salvator und Kaplan Dr. Martin Rieger wird sein Nachfolger. 

Der Offene Gebetskreis wird gegründet. 

Die Zeiten für die Beichtgelegenheit vor Ostern werden geändert: sie entfallen künftig während des Triduum. 

2001, 22. Dezember

Der Platz vor der Kirche in der Bahnhofstraße, bis dahin namenlos, erhält wegen der Verdienste des ersten Pfarrers der Salvator-Kirche den Namen Pfarrer-Lütkehaus-Platz. Die Kirche hat seitdem die Adresse Pfarrer-Lütkehaus-Platz 1 (früher Bahnhofstr. 34). 

2002

Kaplan Wojciech Auriga wird Nachfolger von Kaplan Dr. Rieger

Die Erstkommunionfeiern werden von diesem Jahr an musikalisch vom Kinderchor gestaltet.

2002, Februar und Dezember

Im Februar 2002 bezieht das Bezirksamt Tempelhof Räume im ehemaligen Kinderkrankenhaus. Am 10. Dezember wird die Regionalstelle Nord-Ost der Sternsinger ebenfalls dort eröffnet.

2003, Herbst

Der erste Ökumenische Erntedankumzug wird in Lichtenrade gehalten. Er findet seitdem jedes Jahr statt. Die Mini-Kids sind mit einem besonderen Wagen vertreten.

2003, Heiligabend

Die zweite Krippenandacht wird von nun an musikalisch vom Kinderchor gestaltet.

2004, Januar

Am 26. Januar wird der Pfarrverband Salvator-Zu den Heiligen Martyrern von Afrika durch ein Dekret des Erzbischofs aufgelöst und die Gemeinde in Salvator eingegliedert. 

2004, März

Der Förderverein Gemeinde sind wir  wird gegründet. 

2004, Mai

Am Sonntag, 16. Mai, begeht der Kirchenchor sein 70jähriges Jubiläum mit einer Festmesse. Gesungen werden "Krönungsmesse" und "Te Deum" von Mozart.

2004 Sommer und Herbst

In Eigeninitiative werden die Kirchenbänke restauriert.

Im Oktober findet eine Klausurtagung "Unsere Gemeinde von Morgen" statt.

Foto Chronik Pilar
2005, Januar

Gemeindezentrum und Pfarrsaal sind saniert worden und werden am 30. Januar neu eingeweiht.

2005, Frühjahr

Die Weißen Väter, die in der Martyrer-Kirche die Gottesdienste übernommen hatten, geben ihre Seelsorge dort auf.

2005, September

Als Nachfolger von Dr. Martin Rieger wird Robert Chalecki Kaplan in Salvator.

2007

Während des ganzen Jahres findet eine Renovierung der Kirche statt. Dabei wird u.a. die Beichtkapelle in den Sakristeigang verlegt, zwischen Vorraum und Kirchenschiff rechts eine Glasscheibe eingesetzt, Kreuz und Totengedenkbuch aus der Martyrerkirche eingebaut und ein Podest für den Chor auf der Orgelempore errichtet.

2007

Nach drastischen Kürzungen der Personalmittel übernimmt der Verein Gemeinde sind wir die Bezahlung der Pfarrsekretärin. 

2007, März

Kaplan Ricardo Garcés Sanchez wird Nachfolger von Kaplan Chalecki.

2007, Dezember

Die Kirche der Martyrer-Gemeinde wird aufgegeben und geht an die Pfingstgemeinde über. Am 9. Dezember findet der Abschlussgottesdienst statt. 

Foto Chronik Pilar
2008, 3. Februar

Die Salvatorkirche kann auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken. Den Festgottesdienst feiert Kardinal Sterzinsky (1936-2011). 

2008, Juni

Am 25. Juni kann Pfarrer Lau sein silbernes Priesterjubiläum mit der Gemeinde feiern.

Foto Chronik Pilar
Foto Chronik Pilar
2009, April

Das Turmkreuz, das sich schon in den vorhergehenden Jahren leicht geneigt hatte, muss erneuert werden. Am 18. April beginnen die Bauarbeiten.

2009, Juli

Kaplan Thomas Pfeifroth wird Nachfolger von Kaplan Sanchez.

Mitte des Jahres entfällt nun auch die Stelle des Hausmeisters und Küsters. Der Förderverein Gemeinde sind wir übernimmt seitdem die Bezahlung.

2010

Als die Gräber der ehemaligen Pfarrer auf dem Matthias-Friedhof nicht mehr verlängert werden, übernimmt Salvator die Grabsteine von Monsignore Grabe und Monsignore Lütkehaus und errichtet am 29. Juni im Hof eine Gedenkstätte. 

2011

Seit 75 Jahren ist Salvator selbstständige Gemeinde. Mit einer Festwoche vom 1. bis 8. Mai wird das Jubiläum gefeiert. Die Eröffnungsmesse findet im Garten statt. Feiern der Gemeinde, Konzerte, eine Taizé-Nacht, die Aufführung eines Kindermusicals u. a. gehören zum Programm.

2014

Die Martyrer-Kirche und das Grundstück werden im April endgültig verkauft. Ein Kindergarten zieht dort ein.

Am 1. Juli wird Kaplan Bernhard Holl Nachfolger von Kaplan Pfeifroth, der Salvator schon Ende Juli des Vorjahres verlassen hatte.

2015

Mit Beginn des neuen Kirchenjahres tritt Benno Bolze, Gemeindemitglied aus Salvator und im Juni geweiht, das Amt des Diakons in seiner Heimatgemeinde an.

2015, Juni

Am 21. Juni führen der Kirchenchor anlässlich seines 80-jährigen und die Sternschnuppen Salvator anlässlich ihres 20jährigen Jubiläums im Jahr 2014 den zweiten Teil ihres Festkonzertes mit Werken von John Rutter und Johann Sebastian Bachs Motette "Jesu, meine Freude" zusammen mit dem Projektchor und einem Orchester auf. 

2016, März

Pfarrer Stephen Kwasi Duodu wird Pfarrvikar mit Dienstsitz in Salvator. Er leitet außerdem die englisch-sprachige Ghanaische Katholische Gemeinde, die in St. Judas Thaddäus beheimatet ist.


2016, April

Am 22. April findet in der Kirche Maria Frieden in Mariendorf die feierliche Eröffnung des Pastoralen Raums Lichtenrade-Buckow-Mariendorf-Tempelhof statt. Die Gemeinden Herz Jesu, Tempelhof, Maria Frieden, Mariendorf, Theresia vom Kinde Jesu, Buckow, und Salvator, Lichtenrade, haben sich darin zusammengefunden. Leiter wird Pfarrer Lau.

2017, Juni

Als neue musikalische Andachtsform am Freitagabend findet am 16. Juni ein erster Evensong  statt. Er wird von der Kirchenmusikerin mit den Chören gestaltet und ist ausdrücklich als ökumenische Andacht konzipiert.

2017, September

Aus gesundheitlichen Gründen tritt Pfarrer Lau am 29. September von seinen Ämtern als Dekan von Tempelhof und als Leiter des Pastoralen Raums zurück. Auch von allen anderen Ämtern bis auf die Leitung der Pfarrei Salvator resigniert er. 

2017, Oktober

Am 5. Oktober beschädigt ein orkanartiger Sturm Teile des Kirchendaches schwer, umgehende Dacharbeiten werden nötig.

Die Salvatorkirche nimmt in diesem Monat an der Aktion "Berlin leuchtet" teil.

2017, November

Am 5. November führen die Sternschnuppen Salvator das Kindermusical "Martin Luther" von Brigitte Antes (Text) und Gerd-Peter Münden (Musik) auf. Wegen des großen Erfolges wird es im Januar 2018 wiederholt.

2017, Dezember

Mit dem neuen Kirchenjahr erscheint unter einer neuen Pfarrblattredaktion ein anders gestaltetes und im Digitaldruck hergestelltes Pfarrblatt. 

2018

Von Ende Januar an wird die Orgel generalgereinigt und saniert. Eine Orgel-Patenschaften-Aktion wird von Sonja Schek angestoßen, um einen Teil der Kosten zu decken. Die Orgel erklingt erstmalig zu Ostern wieder.

2018, Frühjahr

Erzbischof Dr. Koch setzt für den Pastoralen Raum ein Leitungsteam ein. Ihm gehören gleichberechtigt der Pfarrer der Gemeinde Herz Jesu, sowie die beiden PGR-Vorsitzenden aus Salvator und Theresia vom Kinde Jesu an.

2018, Herbst

Ende August hatte eine Gruppe der Gemeinde ein Projekt vorgeschlagen, das sich mit der Zukunft der Salvator-Gemeinde befassen will. Daraus entsteht "Lebendige Kirche in Lichtenrade - Wir sind Kirche, auch in Zukunft".

2019, April

Eine außerordentliche Pfarrversammlung am 7. April beschließt mehrheitlich, der Pfarrgemeinderat möge seine Amtszeit bis zur Errichtung der neuen Pfarrei verlängern.  

2019, August

Am 10. August findet in Salvator ein Jugendgottesdienst im Pastoralen Raum statt. 

Am 31. August findet in der Salvator-Kirche die Beauftragungsfeier für neue Pastoral- und Gemeindereferenten des Erzbistums statt.


2019, November

Am 17. November führen die Sternschnuppen Salvator das Musical "Bach forever" von Thomas Gabriel (Musik) und Andreas Bomba (Text) auf. 


2019, 22. November 

Am 22. und 23. November ist ein erster von drei Workshops des Projektes "Wir sind Kirche, auch in Zukunft" in einem Tagungshaus in Zehlendorf.

Das Kirchendach wird vollständig saniert. Die umfangreichen Arbeiten sind zum Weihnachtsfest fertiggestellt.

2020, Februar

Am 27. Februar wird ein völlig neu gestalteter Internetauftritt der Salvator-Gemeinde freigeschaltet.

2020, März

Ab 16. März sind alle Gottesdienste und Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie verboten. "Wort und Musik in der Fastenzeit", ein Kreuzweg, die Palmsonntagsliturgie, sowie Andachten des Triduums und die Feier der Osternacht werden ins Internet verlegt. Sie stehen dort weiter zur Verfügung: Rückblick Fastenzeit und Ostern.