Die Salvatorkirche

Bau


Die Salvatorkirche wurde in den Jahren ab 1930 erbaut. Erste Ideen für den Backsteinbau mit neu-barocker Innenausstattung stammten in enger Zusammenarbeit mit Monsignore Theodor Grabe, dem Erbauer des Kinderkrankenhauses, von dem Architekten und Kölner Dombaumeister Bernhard Hertel (1862-1927). Als dieser 1927 verstarb, übernahm Josef Bischof, (1885-1973), Berliner Architekt und zeitweilig Stadtbaumeister in Luckenwalde, den Bau.

Die Pläne dafür weisen eine Kirche mit einem Hauptschiff mit 4 Jochen, auf der rechten Langhausseite einem im unteren Teil fensterlosen Seitenschiff mit Empore, einem zweijochigen Chor mit dreiseitigem Abschluss und einer von diesem abgehenden zweigeschossigen Kapelle auf. Diese führte im oberen Geschoss, das zum Chor hin einen Erker hat, in die Räume der Heiligenstädter Schulschwestern, die das Kinderkrankenhaus leiteten, und stellte so eine direkte bauliche Verbindung zum Kinderkrankenhaus her. Sie diente als Oratorium der Schwestern.

Durch Kreditschwierigkeiten kam der Bau kurz nach der Grundsteinlegung zum Erliegen, konnte dann jedoch wieder aufgenommen werden und wurde 1932 fertiggestellt und am 5. Februar 1933 benediziert – allerdings aufgrund der unzureichenden finanziellen Mittel zunächst nur mit 2 Jochen des Hauptschiffes. Auch der Turm der Kirche konnte nur bis zur Dachhöhe gebaut werden. Der noch fehlende Glockenstuhl wurde anfangs durch ein hölzernes Gestell ersetzt, in dem 1937 eine erste Glocke frei aufgehängt wurde. Der Eingang zur Kirche befand sich zunächst an der Langhausseite, so dass man sie durch das Seitenschiff betrat.

Die Innenausstattung erfolgte schrittweise nach der Benediktion, zunächst nach noch mit Monsignore Grabe abgesprochenen Ideen, später in Abstimmung mit Kuratus, ab 1940 Pfarrer, Wilhelm Lütkehaus hauptsächlich durch den Architekten Fritz Fuchsenberger (1876-1945).

Nach verschiedenen Um- und Weiterbauten - 1938 Sakristei durch Heinrich Kosina (1899-1977), 1946 Verlegung des Eingangs an die Rückseite der Kirche, 1952 Fertigstellung des Glockenturms – konnte in den Jahren 1955 – 57 die Kirche nach den ursprünglichen Plänen durch Heinrich Kosina fertiggestellt werden. Die Weihe erfolgte 1956 am 19. März durch Weihbischof Tkosch.

 

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