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Tagesimpuls 28.03.2020

Bild: Martin Manigatterer In: Pfarrbriefservice.de

Unser Gott lässt uns nie im Stich


Meine liebe Gemeinde,

„Wie lange noch, HERR, vergisst du mich ganz? Wie lange noch verbirgst du dein Angesicht vor mir? Wie lange noch muss ich Sorgen tragen in meiner Seele, Kummer in meinem Herzen Tag für Tag?“, Psalm 13; 2-3. Ich glaube, so fragen heute sicherlich manche Gläubigen in unserer Gemeinde wegen des COVID -19 und dessen Auswirkungen. Wie lange noch können wir gemeinsam Gottesdienst in unserer Kirche feiern, in die Schule gehen, Oma und Opa treffen, unsere Familienkreise und Gebetskreise besuchen usw.? Wie lange noch wird es dauern, bis  alles vorbei ist? Hat Gott uns vergessen?



Nein, Gott hat uns nicht vergessen. Unser Gott lässt uns nicht im Stich in solch einer schwierigen Zeit, sondern Er geht mit uns. Er sagt uns: „Jetzt aber - so spricht der HERR, der dich erschaffen hat, Jakob, und der dich geformt hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir! Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt, keine Flamme wird dich verbrennen. “Jesaja 43; 1-2. Der Herr ist mit uns und von daher sollten wir die Hoffnung nie aufgeben. Ich bin immer der Meinung, dass Gott in jeder Situation zu uns spricht, nur dass wir es manchmal sehr schwer verstehen. Ich bitte Sie/Euch die Zeit zu nutzen, das private und Familiengebet zu vertiefen.


In meinen privaten Heiligen Messen sind wir immer verbunden. Wir vermissen Sie/Euch sehr.


Ich lade Sie/Euch ein, dieses Gebet aus dem Gotteslob Nr. 9; 1- 2 zu beten:

„Herr, unser Gott! Wenn wir Angst haben, dann lass uns nicht verzweifeln!
Wenn wir enttäuscht sind, dann lass uns nicht bitter werden!
Wenn wir gefallen sind, dann lass uns nicht liegen bleiben!
Wenn es mit unserem Verstehen und unseren Kräften zu Ende ist,
dann lass uns nicht umkommen!
Nein, dann lass uns deine Nähe und deine Liebe spüren!

Gott gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann;
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann;
und die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Reinhold Niebuhr (1892-1971)
Ü: Hartmut von Hentig


Stephen Kwasi Duodu
Pfarrvikar