Aktuelle Meldung

Tagesimpuls 26.03.2020

Achtsamkeit im gar nicht so alltäglichen Alltag

 

„50.000 Atemschutzmasken gestohlen.“

„Ethanol für Desinfektionsmittel wird knapp“.

„Krisenpaket für die Wirtschaft beschlossen.“

„Zahl der Erkrankten steigt noch immer an.“

„Eifrige Forschung nach einem Impfstoff geht weiter.“

Diese und viele andere Nachrichten gehen täglich über die Liveticker. Das ist derzeit ja schon zum Alltag geworden.

Was mich aber gerade immer wieder beschäftigt sind die Held*innen des Alltags: Ärzt*innen, Pflegepersonal, Mitarbeiter*innen in Arztpraxen, Verkäufer*innen und viele andere. Menschen, die versuchen, das Leben so alltäglich wie nur möglich erscheinen und sein zu lassen, wie es nur eben geht. Aber ist das wirklich so alltäglich? Nein, und deswegen sind diese Menschen für mich zur Zeit auch Held*innen des Alltags. Sie riskieren die eigene Gesundheit, um das Leben so normal wie möglich erscheinen zu lassen. Sie tun dies, Gott sei Dank, zumeist mit den nötigen oder auch nur den möglichen hygienischen Hilfsmitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Ich verspüre eine tiefe innere Dankbarkeit für all diese Menschen und auch eine emotionale Verbindung zu ihnen. Dies kommt weniger zum Ausdruck durch das 19-Uhr-Singen auf dem Balkon oder das 21-Uhr Kerzchen im Fenster mit Applaus. Es kommt vor allem daher, dass mir die augenblickliche Situation zentrale Begriffe unseres Zusammenlebens vor Augen, insbesondere vor die Augen des Herzens führt: Achtsamkeit, Gemeinschaft und Solidarität. Es sind nicht nur Begriffe, es sind Haltungen und Lebenseinstellungen., die unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben auszeichnen sollen, ja eigentlich sogar müssen. Daraus resultiert für mich die tiefe Dankbarkeit für die Held*innen unseres momentan wenig alltäglichen Alltags. Ich lade Sie und Euch ein, im Gebet gemeinsam für die Held*innen unseres Alltags zu beten und somit für uns alle, dass die Verbindung untereinander spürbar und die Solidarität miteinander erfahrbar wird:

 

Gott, Du bist die unendliche Liebe.

Ich danke Dir für die Held*innen unseres Alltags.

Ich bitte Dich um Achtsamkeit für- und untereinander.

Sei mit den Achtsamen und lass achtsam werden die, die sich damit schwertun!

Liebender Gott, lass uns in dieser Zeit zu einer Gesellschaft werden, die alle Menschen im Blick hat und in der wir verantwortungsvoll miteinander umgehen!

Unter Deinen achtsam-liebevollen Blick stellen wir diesen Tag!
Amen

Im Gebet und in Gedanken miteinander verbunden, grüße ich Sie und Euch ganz herzlich und wünsche von Herzen:

Bleiben Sie und bleibt in Gottes Namen gesund!

Benedikt Zimmermann
Pastoralreferent