Pastoraler Raum

Statusbericht Februar 2021

Hl. Johannes XXIII. Tempelhof-Buckow


Diese 4 Gemeinden bilden seit dem 22.04.2016 den Pastoralen Raum Berlin-Lichtenrade-Buckow-Mariendorf-Tempelhof

02.2021

Wo Glauben Raum gewinnt – wo stehen wir?

In der Sitzung des Pastoralauschusses am 28.10.2020 wurden zahlreiche Abstimmungen durchgeführt, da Verzögerungen im weiteren Verlauf der Zusammenführung zu Beginn des nächsten Jahres hinderlich sein konnten. Grund dafür war die Unsicherheit, ob und zu welchem Zeitpunkt ein weiteres Treffen des Pastoralausschusses möglich sein würde.

Pastoralkonzept

Das Pastoralkonzept wurde in seiner überarbeiteten Form einstimmig angenommen. Dieser Text wurde im Januar und Februar redigiert und anschließend veröffentlicht. Als geeignete Medien werden die einzelnen Homepages sowie der Aushang im Schaukasten gewählt. Zusätzlich wird ein Heft erstellt, das den Pfarreimitgliedern im gesamten Pastoralen Raum zur Mitnahme angeboten wird.

Bisherige Pfarreien

Die bisherigen Pfarreien werden am 01.01.2022 zu Gemeinden und behalten ihre Namen. Somit besteht die neue Pfarrei aus vier Gemeinden: Herz Jesu, Maria Frieden, Salvator und St. Theresia vom Kinde Jesu. Auch dieser Beschluss erfolgte einstimmig.

Pfarrkirche

Die Steuerungsgruppe ist nach ausführlichem Gespräch zu dem Ergebnis gekommen, Herz Jesu als Pfarrkirche vorzuschlagen. Der Pastoralausschuss hat den Vorschlag mehrheitlich angenommen und der Bistumsleitung zur letzten Entscheidung vorgelegt. Alle weiteren Kirchen in der neuen Pfarrei bleiben als Gottesdienststandorte bestehen.

Patrozinium

Als Name für die neue Pfarrei wird „Hl. Johannes XXIII.“ dem Pastoralausschuss vorgeschlagen. Im Vorfeld wurden sieben Namen diskutiert. Drei davon kamen beim Treffen des Pastoralausschusses am 17.06.2020 in die Endabstimmung. Dabei war der Name „Hl. Johannes XXIII.“ bereits der Favorit. Dieses Patrozimium wurde den Mitgliedern des Pastoralausschusses beim Treffen am 28.10.2020 zur Abstimmung vorgelegt und mehrheitlich angenommen.

Entscheidung durch den Erzbischof

Sowohl der Festlegung der Pfarrkirche als auch dem Patrozinium musste unser Erzbischof Dr. Heiner Koch zustimmen. Das Gespräch mit dem Erzbischof fand am 12.01.2021 statt. Als Vertreter des Leitungsteams nahmen Pfarrer Marra und Herr Sponholz daran teil. Der Erzbischof hat beiden Vorschlägen:

  • Pfarrkirche:   Herz Jesu
  • Patrozinium: Hl. Johannes XXIII. Tempelhof-Buckow

zugestimmt.

Wie geht es weiter?

Mit diesen beiden Entscheidungen des Erzbischofs steht dem Start als neue Pfarrei zum 01.01.2022 eigentlich nichts mehr im Wege. Was aber nicht bedeutet, dass die Beteiligten die Hände in den Schoß legen und einfach den Beginn des nächsten Jahres abwarten können.

Im letzten Jahr vor der Gründung der neuen Pfarrei geht es vor allem darum, verwaltungstechnische Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Diese Koordinierung und Durchführung der zahlreichen Einzelschritte liegt an erster Stelle bei unserem Verwaltungsleiter Stephan Glaßmeyer, der – Gott sei Dank – bereits den ehemaligen Pastoralen Raum Königs Wusterhausen/Eichwalde erfolgreich durch diese entscheidungsreiche Phase geführt hat. All diese Einzelschritte aufzuführen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Sie sind auf der Homepage unseres Erzbistums im Dokument „Der Projektplan“ abrufbar (www.erzbistumberlin.de/wir-sind/wo-glauben-raum-gewinnt/materialien).

Eine weitere große Baustelle bildet die Öffentlichkeitsarbeit, zu der neben Homepage und Pfarrblatt auch Aushänge, Plakate und das bereits erwähnte Heft zum Pastoralkonzept gehören. Die Arbeitsgruppe Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der vier Pfarreien zusammen und überlegt gemeinsam, wie zukünftig die Informationsweitergabe an die Pfarreimitglieder erfolgen kann. Die Überlegungen über ein gemeinsames Pfarreiblatt und/oder eine Homepage für die neue Pfarrei werden mit den jeweiligen Pfarrgemeinderäten besprochen. Übrigens: neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind herzlich willkommen – bitte bei Pfr. Marra (arduino.marra(ät)erzbistumberlin.de) oder Monika Langer (monika.langer(ät)online.de) oder Holger Pelz (pelz.holger(ät)t-online.de) melden.


Gremienwahlen

Für die neue Pfarrei wird im November 2021 ein Pfarreirat gewählt. Dieser wird von den Wahlberechtigten der gesamten Pfarrei gewählt.

Zeitgleich wird für jede zukünftige Gemeinde ein Gemeinderat gewählt.

Information zu beiden Wahlen (wer kann welches Gremium wählen, wer kann sich für welches Gremium als Kandidatin oder Kandidat zur Wahl stellen, Größe des Gremiums, ...) sowie die Aufgaben der beiden Gremien Pfarreirat und Gemeinderat werden in einer späteren Ausgabe des Pfarrblatts veröffentlicht. Ebenso wird  in Zusammenarbeit mit dem Erzbischöflichen Ordinariat ein Flyer dazu erstellt, der im Herbst an alle Pfarreimitglieder verschickt wird.

Was passiert mit dem Kirchenvorstand der jetzigen Pfarreien? Ganz im Sinne des Kirchenrechts wird es künftig in jeder neuen Pfarrei nur einen einzigen Kirchenvorstand geben. Um Kontinuität zu wahren, werden die Kirchenvorstände der alten Pfarreien in den ersten, den Gründungskirchenvorstand der neuen Pfarrei eine bestimmte Anzahl von Vertretern entsenden. Sie bleiben für eine Wahlperiode im Amt. Der dann zu bestimmende Kirchenvorstand wird von den Gläubigen der gesamten Pfarrei gewählt.

Soweit zum Stand von heute. Bitte sprechen Sie bei Fragen die Mitglieder des Pastoralausschusses an – dieser besteht bis zum 31.12.2021.

Monika Langer
AG Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Wahlen im November 2021

05.2021

Wahlen zu Gemeinderat und Pfarreirat am 06./07.11.2021

Unsere neue Pfarrei Hl. Johannes XXIII. besteht aus vier Gemeinden (Herz Jesu, Maria Frieden, Salvator und St. Theresia vom Kinde Jesu) und zahlreichen Orten kirchlichen Lebens. Das erfordert eine neue Struktur der Gremien, um Beteiligung sowohl vor Ort als in der gesamten Pfarrei zu ermöglichen. An die Stelle der bisherigen Pfarrgemeinderäte treten zum 01.01.2022 nun vier Gemeinderäte und ein übergeordneter Pfarreirat. Die Wahlen dazu werden am 06./07.11.2021 in Ihrer Gemeinde vor Ort stattfinden. Die Amtszeit der beiden Gremien beträgt jeweils drei Jahre.

Was ist der Unterschied zwischen Gemeinderat und Pfarreirat?

Grundsätzlich zählen beide Gremien zu den Pastoralräten, die das Laienapostolat koordinieren und die apostolische Tätigkeit fördern. Die Mitwirkung ist ein Ehrenamt.

Der Pfarreirat nimmt diese Aufgaben auf der Ebene der Pfarrei wahr. Für die einzelne Gemeinde innerhalb der Pfarrei ist der Gemeinderat zuständig. Dabei orientieren sich beide Gremien am Pastoralkonzept unserer Pfarrei, das am 28.10.2020 vom Pastoralausschuss einstimmig angenommen wurde.

Das Pastoralkonzept für die neue Pfarrei ist am 12. Mai 2021 auf der Webseite des EBO erschienen.
Es wird in den nächsten Wochen in gedruckter Form zur Mitnahme ausliegen. 

Aufgaben des Gemeinderates

Ziel des Gemeinderates ist der Aufbau und der Erhalt einer lebendigen Gemeinde. Dabei sollen alle Fragen, die die Gemeinde betreffen, beraten und dazu Beschlüsse gefasst werden. Als Bindeglieder zum Pfarreirat sollen geeignete Personen in diesen entsandt werden. Der Gemeinderat ist Ansprechpartner für die Gruppen und Initiativen der eigenen Gemeinde.

Aufgaben des Pfarreirates

Analog zu den Aufgaben des Gemeinderates (Beratung und Beschlussfassung) nimmt der Pfarreirat diese für die Pfarrei wahr. Der Pfarreirat ist in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten und dem Pastoralteam für die Entwicklung, Fortschreibung und Umsetzung des Pastoralkonzeptes der Pfarrei verantwortlich (§ 18 (5) der Satzung für die Gemeinderäte und die Pfarreiräte im Erzbistum Berlin). Das Pastoralkonzept und seine Umsetzung werden durch den Pfarreirat mit dem Pastoralteam einmal im Jahr evaluiert und gegebenenfalls überarbeitet (§ 3 (2) der Satzung für die Gemeinderäte und die Pfarreiräte im Erzbistum Berlin).

Die Satzung für die Gemeinderäte und die Pfarreiräte im Erzbistum Berlin finden Sie auf der Homepage des Erzbistums Berlin.






Diese vier Darstellungen des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Berlin geben einen detaillierteren Überblick über die Aufgaben von Gemeinde- und Pfarreirat.

Aufruf zur Wahl

Am 06./07.11.2021 werden die beiden vorgestellten Gremien von Ihnen gewählt. Bitte nehmen Sie Ihr Stimmrecht wahr und gestalten Sie mit Ihrer Stimme die Gremien der neuen Pfarrei mit.

Pastoralkonzept

06.2021

Ab sofort steht das Pastoralkonzept in einem überarbeiteten Layout hier zum Download zur Verfügung.

Darüber hinaus wird es auch in den Gemeinden zur Mitnahme ausliegen.

02.2021

Wo Glauben Raum gewinnt – ein Rückblick aus Salvator auf einen langen Weg

In den letzten Monaten ist es etwas still geworden – nicht nur im Advent und an Weihnachten, sondern bedingt durch die Corona-Pandemie war es nicht mehr so einfach möglich, sich zu treffen, sich auszutauschen, Informationen beim Treffen auf dem Kirchhof weiterzugeben, …

Mit dem Artikel „Wo Glauben Raum gewinnt – wo stehen wir“ sollen Sie auf den aktuellen Stand gebracht werden. Doch zuerst ein Rückblick auf diese von Kardinal Woelki (Erzbischof von Berlin 2011 – 2014) angestoßene Umgestaltung: im Jahr 2014 begann bei uns der Prozess mit der sogenannten „Findungsphase“. Ziel dieser ersten Phase war es, herauszufinden, mit welchen an Salvator grenzenden Pfarreien eine gemeinsame Zukunft vorstellbar ist. Damals wurden mit allen umliegenden Pfarreien und deren Gremien Gespräche geführt, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Ende 2015 war klar, die Pfarreien Herz Jesu, Maria Frieden, Salvator und St. Theresia vom Kinde Jesu wollen es gemeinsam wagen. Am 22. April 2016 begann mit einem feierlichen Gottesdienst in Maria Frieden – diesem stand unserer Erzbischof Dr. Heiner Koch vor – die zweite Phase, die Entwicklungsphase. Dieser Termin wird „Start des Pastoralen Raumes“ genannt.

Diese Entwicklungsphase sollte die dreijährige Zeit sein, in der die vier genannten Pfarreien und die zahlreichen Orte kirchlichen Lebens gemeinsam einen geistlichen Prozess beginnen sollten. Warum konnte diese Phase nicht wie geplant nach drei Jahren abgeschlossen werden? Wie ist es zu dieser Verzögerung gekommen?

Wie vielen von Ihnen bekannt sein dürfte, musste Pfarrer Rainer Lau Ende September 2017 seine Rolle als Leiter der Entwicklungsphase krankheitsbedingt aufgeben. An seine Stelle trat ein dreiköpfiges Leitungsteam bestehend aus Pfarrer Bernhard Schlosser (zu diesem Zeitpunkt Pfarrer in Herz Jesu Tempelhof), Herrn Joachim Sponholz (aus der Pfarrei St. Theresia vom Kinde Jesu) und unserer PGR-Vorsitzenden Sabine Halfpap. In dieser neuen Konstellation übernahm das Leitungsteam die Aufgaben von Pfarrer Lau im Prozess Wo Glauben Raum gewinnt. Im Pastoralausschuss wurden zahlreiche Themenfelder bearbeitet mit dem Ziel am Ende ein Pastoralkonzept zu erstellen, das die Grundlage für die Zukunft als neue Pfarrei bilden soll. Die einzelnen Ergebnisse wurden jedem Pfarrgemeinderat der vier Pfarreien vorgestellt und erst nach dessen Zustimmung wurde daran weiter gearbeitet.

Parallel zu diesem geistlichen Prozess beschäftigte sich die AG Finanzen mit den harten Fakten: dem Geld. Dieser Teil des Prozesses wurde von Verwaltungsleiter Maik Hupe geleitet, der seit Januar 2018 neben unserem Pastoralen Raum auch den ehemaligen Pastoralen Raum Königs Wusterhausen/Eichwalde betreute. Zum 01.01.2020 übernahm diese Funktion Stephan Glaßmeyer.

Im Sommer 2020 wurden die letztendlichen Vorschläge zum Pastoralkonzept zusammen gefasst und den Mitgliedern des Pastoralausschusses als Gesamtkonzept vorgelegt.

Im Spätsommer 2020 wurden weitreichende personelle Veränderungen bei den Priestern in unserem Pastoralen Raum bekannt. Pfarrer Bernhard Schlosser wurde zum 01.10.2020 als Pfarrer von Herz Jesu von Pfarrer Arduino Marra abgelöst, der für die beiden Pfarreien Herz Jesu und Salvator als Pfarradministrator eingesetzt wurde. Somit stand ein weiterer Wechsel im Leitungsteam an, dem nun neben Pfarrer Marra weiterhin Frau Halfpap und Herr Sponholz angehören. Pfarrer Rainer Lau verzichtete auf die Pfarrei Salvator und ist seit 01.10.2020 als Subsidiar eingesetzt.

Der Pastoralausschuss tagte in 2020 insgesamt dreimal – eine Sitzung musste Coronabedingt ausfallen. Dabei wurden weitreichende Beschlüsse gefasst, die die Grundlage für den Start als neue Pfarrei am 01.01.2022 bildeten. Ohne diese im folgenden Artikel aufgeführten Festlegungen wäre der Termin nicht zu halten gewesen und der Prozess wäre in das insgesamt NEUNTE Jahr gegangen.

 

Monika Langer
PGR-Mitglied Salvator