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Die Chronik kann nur teilweise rekonstruiert werden, da die Webseite von Frau Pilar nicht mehr zur Verfügung steht

1250-1540

Um 1250 begannen die Johanniter-Ritter aus dem Tempelhof in einer Waldlichtung mit dem Roden von Bäumen. Sie siedelten dann unter ihrem Patro- nat christliche Bauern an und nannten den Ort "Lichten- Rode". Als erstes Gebäude wurde in dem Flecken "Lichtenrode" eine Kirche gebaut.

1540 tritt der katholische Pfarrer Laurenz (oder Valerius) Briesing - nach ihm ist die Briesingstraße benannt - zum "neuen" Glauben der Reformatoren über.

Die Bauern von Lichtenrade vertreiben bald danach ihren Pfarrer. Die Reformation jedoch faßt Fuß.

Die Dorfkirche um 1850

1912-1913

In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts sammelten sich die wenigen Lichtenrader Katholiken. 
Am 26.12.1912 findet der erste katholische Gottesdienst nach der Reformation in Lichtenrade statt. Als Gottesdienststätte diente das Haus Bahnhofstraße 8, in dem  eine dem heiligen Stephanus geweihte Kapelle eingerichtet wurde..

Pater Ratte vom Sankt-Matthias-Friedhof betreut zunächst die Lichtenrader Katholiken. Später wird Lichtenrade als Außenstelle von Herz-Jesu in Tempelhof betreut.

Die Anzahl der Katholiken nahm zu und gleichzeitig wuchs der Wunsch nach einer eigenen Kirche und so wurde am 18.6.1913 (Fest des Kirchbausammelvereins) ein großes Fest eines zu Gunsten einer eigenen Kirche in Lichtenrade veranstaltet.

Die Stephanus Kapelle

1916-1924

Inzwischen hatte der Pfarrer der Schöneberger St. Elisabeth-Gemeinde, Msgr.Theodor Grabe, preiswert Grundstücke in Lichtenrade erworben, mit dem Ziel, ein Kinderkrankenhaus und eine Kirche zu bauen..

In der Stiftungsurkunde seiner "Stiftung St. Elisabeth-Haus" von 1916 wurde neben dem Betrieb eines Kinder- krankenhauses auch als Stiftungszweck die Ausschmückung und Unterhaltung eines katholischen Gotteshauses durch das Kinderkrankenhaus niedergelegt. Damit war die enge Verbundenheit von Kinderkrankenhaus und späterer Gemeinde nicht nur von der baulichen Einheit vorgegeben. 

Bischof von Berlin war Christian Schreiber. Die weitläufigen Pläne wurden dem Baurat Joseph Bischof zur Ausführung übertragen.

Als erster Bau des späteren Kinderkrankenhauses wird auf dem Gelände des Kinderkrankenhauses das spätere Apotheken- und Nähhaus fertig.

Es wurde zur Gottesdienststätte eingerichtet, wo die Lichtenrader Katholiken nach der Benediktion durch den Probst von St.Hedwig, Weihbischof Dr. Joseph Deitmer, am 7.12.1924 eine neue Kapelle erhielten.

Wie der Gründungsurkunde "Stiftung St. Elisabeth" zu entnehmen, war für die spätere Gemeindekirche der Name Salvator vorgesehen. So erhielt diese Gottesdienststätte den Namen "Salvator-Kapelle".

1929-1932

Die Grundsteinlegung der Kirche war am 1.8.1932

Nachdem Msgr. Grabe bereits im Jahre 1929 an die Kongre- gation der Heiligenstädter Schulschwestern herangetreten war, ihm, nach Fertigstellung des Kinder- krankenhauses, 15 Schwestern zur Verfügung zu stellen, kamen die ersten zwei Schwestern am 5.10.1932 in Lichtenrade an. Sie fanden eine große Baustelle vor mit Gebäuden, die noch keine richtigen Treppen hatten, in denen der Fußboden noch nicht verlegt war und auch noch die Türen fehlten. 

Am 7.10.1932 (Rosenkranzfest) traf Kaplan Lütkehaus in Lichtenrade ein, nachdem er vom Bischof von Münster zum Lokalkaplan in Lichtenrade ernannt worden war. 

Mit der Fertigstellung des Gemeindesaales, konnte die Gemeinde in eine neue Gottesdienststätte umziehen.

Die erst heilige Messe im Gemeindesaal fand am 8.10.1932 statt. 

Wegen finanzieller Schwierigkeiten konnte nur die Hälfte der Kirche gebaut werden.

05.02.1933

Der Ausbau der Kirche nahm Gestalt an.

Sonntag, den 5. Februar 1933 konnte die zukünftige Pfarr- kirche von Lichten rade, die dem Allerheiligsten Erlöser geweiht wurde und den Namen Salvator erhielt, benediziert werden.

Da die Kirche nur zur Hälfte gebaut worden war und möglichst bald erweitert werden sollte, wurde keine Konsekration vor- genommen.

In Vertretung des Bischofs zelebrierte das feierliche Levitenamt der Generalvikar Dr. Steinmann. Ihm assistierten Prälat Grabe und Dechant Hardt aus Oelde in Westfalen, ein Freund von Prälat Grabe. Die Festpredigt hielt Generalvikar Dr. Steinmann.

Mit der Benediktion der Kirche wird die noch kleine Gemeinde Lokalie von St. Elisabeth/Schöneberg.

Nach der Benedizierung der Kirche folgte die Einweihung und die offizielle Eröffnung des Kinderkrankenhauses.

27.09.1936

Während seines Urlaubs in Bad Tölz erkrankte Msgr. Grabe an einer Blinddarmentzündung, an der er am 27.9.1935 verstarb.

Seine letzte Ruhe fand Msgr. Grabe auf dem St. Matthias-Friedhof

Sein Nachfolger wurde der bisherige Kaplan Wilhelm Lütkehaus

1937-1946

Salvator mit Gründung zu St. Elisabeth in Berlin-Schöneberg gehörend, wurde mit Wirkung vom 31.3.1937 selbständige Kuratie und mit Wirkung vom 1.10.1940 eigenständige Pfarrei.

1946

Der Seiteneingang wird geschlossen und ein Hauptportal an der Rückseite des Kirchen- schiffes gebaut.

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