Impuls

Wort zum Freitag 02.07.2021

Es ist Urlaubszeit! Lang ersehnt, kommt nun die Sommerzeit zunächst unter positiven Vorzeichen, was die Situation der Pandemie anbelangt. Das lässt gut hoffen!

In der Hektik unseres alltags besteht die Gefahr, dass Wesentliches aus dem Blick gerät: die Pflege von guten Freundschaften, die Aufmerksamkeit für unsere Mitmenschen, vor allem für jene, die uns am nächsten stehen, die geistliche Weiterbildung, die Sorge um einem selbst, das Gespräch mit Gott... Die Ferienzeit ist eine gute Gelegenheit, ein wenig runterzukommen, unser Leben zu entschleunigen, Muße zu genießen, um sich zu regenerieren. Deshalb ist der Urlaub wichtig.

Nicht selten geht man in die Ferien mit ganz hohen Erwartungen, mit vielen Vorstellungen, wie sie am besten gelingen. Deshalb wählen wir tolle Ziele, die wir immer schon besuchen wollten, oder fahren in wunderbare Landschaften, die uns ins Staunen versetzen und die Verbundenheit zur Natur erfahren lassen sollen. Oder wir nutzen die Ferienzeit, um Angehörige zu besuchen. Und das ist gut so!

Es kann durchaus passieren, dass man enttäuscht wird, weil das Hotel doch nicht so schick war, wie es auf den Bildern dargestellt wurde, das Wetter nicht so mitgemacht hat, wie man es erwartet hat, irgendetwas während der An- oder Rückreise schiefgelaufen ist. Solche Dinge können die Laune ganz verderben, einen sehr mürrisch machen. Vielleicht kann da etwas Dankbarkeit für das, was man hat, dazu verhelfen, solche Widrigkeiten in ein anderes, besseres Licht zu betrachten.

Es gibt viele Menschen, die sich keinen Urlaub mit Verreisen leisten oder erlauben können, weil sie es finanziell nicht stemmen, oder weil die Gesundheit einem daran hindert. An solche Schwestern und Brüder wollen wir in dieser Zeit denken, sie in unser Gebet einschließen und uns ihrer annehmen, durch einen Besuch, ein Telefonat, oder sogar mit einer finanziellen Unterstützung.

Auch wer nicht verreisen kann, hat die Möglichkeit, diese Zeit als Anlass zu nehmen, um sich auf das Wesentliche neu zu besinnen, wie durch eine gute Lektüre, kleine Ausflüge in der Nachbarschaft, Besuche von Bekannten, Teilnahme an den Gottesdiensten.

Ich wünsche allen – egal ob sie verreisen oder zu Hause bleiben –, in diesen Wochen mit der Hilfe Gottes Ruhe und Gelassenheit zu erlangen, zu neuen Kräften zu kommen und die Freude am Leben neu zu entdecken.

Ihr

Pfr. Arduino Marra